7. FrauenFilmTage Tübingen von TERRE DES FEMMES
25.2.-1.3.2026
Bei den 7. FrauenFilmTagen von TERRE DES FEMMES in Tübingen wurden zum internationalen Frauentag fünf Tage lang zehn preisgekrönte Dokumentar- und Spielfilme aus elf Ländern präsentiert, mit faszinierenden Gästen. Eine breite cineastische Auswahl beleuchtete globale Lebenswelten und den Kampf für eine Welt ohne Gewalt an Frauen, in vielen ausverkauften Kinosälen. Der Publikumsansturm war groß und so übertrafen die FrauenFilmTage das Festival vom vergangenen Jahr mit über 1100 begeisterten ZuschauerInnen.
Der Eröffnungsfilm GIRLS DON’T CRY wurde im voll bepackten großen Saal des Kino Museum im Beisein der Regisseurin Sigrid Klausmann und dem Produzenten Walter Sittler einem bewegten Publikum vorgeführt: sechs resiliente Mädchen rund um den Globus in ihrem Kampf um Selbstbehauptung – von Chile bis Südkorea, von Serbien bis Tansania, von Großbritannien bis Tübingen. Gefolgt von einem Augen öffnenden Gespräch mit den FilmemacherInnen und der jesidischen Protagonistin Jihan Alomar, ehemalige Gefangene des IS in Syrien und Aktivistin gegen das Vergessen des Genozids an den Jesiden von 2014 im Irak.
Ehrengast Manizha Bakhtari, afghanische Botschafterin in Wien, die sich den Taliban verwehrt, begleitete den Dokumentarfilm THE LAST AMBASSADOR über ihr Leben und ihren Kampf für die Rechte der afghanischer Mädchen und Frauen unter der Genderapartheit der Taliban. Sie informierte ausführlich über ihre Situation und appellierte eindringlich für die Unterstützung der Afghaninnen in ihrem Recht auf Bildung, für Schutz gegen Gewalt und Diskriminierung. Im Tübinger Rathaus wurde sie von OB Boris Palmer geehrt und schrieb sich in das Goldene Buch der Stadt ein, im Beisein von Gemeinderatsmitgliedern und Presse.
WEITERE GÄSTE. Weitere spannende Gäste wurden empfangen: Regisseur Kevin Schmutzler führte NAWI ein, Kenias Oscar-Kandidat 2025. Zu 9-MONTH CONTRACT rückte Traumatherapeutin Dr. Ingeborg Kraus die psychische und physische Gewalt in den Fokus, denen Frauen in armen Ländern des Globalen Südens als Leihmütter ausgesetzt sind. Und in THE LOVE OF MY LIFE, ME fächerte Gastregisseurin Akhila Daniela Kotowski massive narzisstische Gewalt in Paarbeziehungen auf – sie brachte ihre autobiographischen Erfahrungen ein und Protagonistin Micha Schöller ihre Expertise zu Sexualisierter Gewalt.
WEITERE FILME Zhana stellte sich in Georgien als Weg aus der Armut mehrfach als Leihmutter zur Verfügung, mit drastischen Folgen. Zwangsverheiratung drohte auf zwei Kontinenten: NAWI soll in Kenia für 8 Kamele, 60 Schafe und 100 Ziegen in die Ehe verkauft werden, und Lia im Sizilien der 60er Jahre ihren Vergewaltiger heiraten, damit sie „ihre Ehre nicht verliert“! Auch im Amazonas-Urwald wehrten sich evangelikale Mädchen gegen sexualisierte Gewalt.
Ungewöhnliche Geschichten um couragierte Protagonistinnen entfalteten
sich dazuhin: Die temperamentvolle, phantasiereiche Patrice sucht in
den USA Wege aus ihrem Dilemma: Sie und ihr Partner – beide mit Behinderungen – sollen
bei Heirat alle Sozialleistungen verlieren! Im Iran will die 9-jährige
Melina das Sorgerecht ihrer Eltern vor Gericht klären, und Hebamme
und Motorradfahrerin Sara wird Gemeinderätin und beginnt, zutiefst
patriarchale Traditionen in ihrem Dorf zu brechen – CUTTING THROUGH
ROCKS gewann 25 internationale Filmpreise und geht am 16. März für
die Oscars 2026 ins Rennen!
Immer wieder zeigte sich: Widerstand gegen patriarchale Gewaltstrukturen
ist möglich!
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