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ERÖFFNUNG mit GIRLS DON’T CRY

Ein wundervoller Eröffnungsabend mit dem Dokumentarfilm GIRLS DON’T CRY und einem vollen und enthusiastischen großen Kinosaal Museum!

Nach dem gewohnten Treffen von ZuschauerInnen, Gästen, FestivalorganisatorInnen und Kinobetreibern in der Lobby des Kino Museum führte Irene Jung in das Programm der nächsten Tage ein und bat OB Boris Palmer auf die Bühne für das Grußwort der Stadt. Dieser sicherte den FrauenFilmTagen weiterhin die Unterstützung der Stadt Tübingen zu: „Sie sind etwas Besonderes, das es weit und breit in dieser Qualität nicht gibt, und Ihr bringt wirklich außerordentliche Gäste zu uns nach Tübingen.“ So freue er sich darauf, zwei Tage später die Gelegenheit zu haben, die afghanische Botschafterin Manizha Bakhtari ins Tübinger Rathaus einzuladen, und sie mit dem Eintrag ins Goldene Buch der Stadt zu ehren. Es sei auch andererseits eine Ehre für die Stadt Tübingen, dass diese beeindruckende Persönlichkeit in unser Goldenes Buch Eingang fände.

Nach kurzer Einführung durch die FilmemacherInnen, Regisseurin Sigrid Klausmann und Produzent Walter Sittler, begann der Eröffnungsfilm GIRLS DON’T CRY. Dieser folgt sechs resilienten Mädchen rund um den Globus in ihrem Kampf um Selbstbehauptung: von Chile bis Südkorea, von Serbien bis Tansania, von Großbritannien bis Tübingen.

Sigrid Klausmann und Walter Sittler berichteten anschließend anschaulich von den Protagonistinnen des Films in ihren sehr unterschiedlichen Herausforderungen, gefolgt von einem Augen öffnenden Gespräch mit der jesidischen Protagonistin Jihan Alomar, ehemalige Gefangene des IS in Syrien und Aktivistin gegen das Vergessen des Genozids von 2014 im Irak. Nachdem sie ein wenig von ihrer Erfahrung der Gefangenschaft beim IS teilte, und erklärte, was ihr half, diese 10 Monate psychisch zu überleben, wurde sie gefragt, was ihr in ihrem Aktivismus momentan am meisten Sorgen mache. Sie führte aus: "2023 hat Deutschland den Genozid an den Jesiden im Irak anerkannt, wenige Monate später schon fanden die ersten Abschiebungen von JesidInnen statt. Ich weiß, wie es ist, auf der Flucht zu sein, wenn im Zimmer nebenan Familienmitglieder vergewaltigt werden, ich weiß, wie es ist, Menschen sterben zu sehen.« Weshalb sie appelierte an die Öffentlichkeit und die Politik, gegen diese Abschiebungen einzuschreiten.

Nach dem ausführlichen Publikumsgespräch, das bewegend und aufrüttelnd zugleich war, wurde bei einem kleinen Sektempfang diese Vorpremiere gefeiert. Neben Jihan Alomar konnten wir auch als besondere Gäste ihre Schwester und Hauptprotagonistin Sheelan, sowie Mit-Protagonistin Daliah begrüßen, die sich freuten, wieder mit ihrer Regisseurin vereint zu sein.


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